SV Sülzbach aktuell

Erstellt am Freitag, 11. März 2011 00:00
Kategorie: Aktuelles
Sülzbacher Frauen gehen in die Offensive

Von Klaus Apitz (Heilbronner Stimme, 11. März 2011)

In der vergangenen Saison waren die Fußballerinnen des SV Sülzbach bereits abgestiegen, als noch ein Oberligaplatz frei wurde. Auch zur Halbzeit der jetzt laufenden Runde sind sie als Vorletzter mit erst fünf Punkten in Abstiegsgefahr.

SV Sülzbach 1. Frauen

Dass der SVS seit 1. Januar einen neuen Trainer hat, hängt nicht damit zusammen, dass der alte rausgedrängt worden wäre. Nein, Jürgen Seybold ist aus beruflichen Gründen nicht mehr in der Lage gewesen, den Übungsleiterjob weiter mit dem nötigen Aufwand zu machen. Nachfolger Marc Nonnenmacher ist eine interne Lösung. Der 36-Jährige war bisher Trainer der zweiten Mannschaft. Er hat − mit einer Pause − fast sechs Jahre im Frauenbereich mitgearbeitet, "ich kenne deshalb die meisten Spielerinnen."

"Wir haben viel Kondition trainiert und auch das direkte Kurzpassspiel", sagt der Neue. Erstere Maßnahme soll dazu beitragen, dass man einen Gegner auch mal hinten raus kräftemäßig packen kann. Die genauen Bälle auf den Fuß oder in den Lauf wiederum benötigt der Trainer, "weil ich nicht will, dass wir den Ball hinten rausschlagen, sondern dass von hinten raus gespielt wird."

Taktische Ausrichtung

Taktisch will Nonnenmacher, der in Eschenau wohnt und zu Aktivenzeiten für den FC Obersulm gekickt hat, eine offensivere Ausrichtung als in der Vorrunde. "Ich werde meist mit zwei Spitzen spielen lassen", sagt der Trainer. Neben Sabine Sütterlin können das einige spielen, Die routinierte Anna Nollenberger, Sabrina Beurer sowie die Talente Melanie Ruck und Kira Wöhrbach. Sie müssen aber künftig mehr aus den Bällen machen, die aus dem Mittelfeld kommen. Das nämlich ist der beste Mannschaftsteil beim SV Sülzbach, mit den gesetzten Spielerinnen Vera Fechter, Julia Kremmer und Michaela Plaggemeyer. Letztere hatte in der Vorrunde auch in der Abwehr gespielt, die immer mal wieder umgestellt wurde. In der Innenverteidigung sollen künftig Carina Czok (ehemals Reimold) und Stefanie Zimmermann den Laden dichthalten.

Kellerduell
Das letzte Spiel vor der Winterpause, ein 7:0 gegen den SV Titisee, hat den Sülzbacher Frauen Mut gemacht. Im Keller sitzen fünf Clubs, nach Punkten nicht weit auseinander. Am Ende wird es auch darauf ankommen wie viele Absteiger es gibt. "Ich hoffe, dass es nur zwei sind", sagt Nonnenmacher. An diesem Sonntag (12.45 Uhr) steht ein Nachholspiel gegen den SC Klinge Seckach auf dem Programm. Es ist ein Kellerduell, und deshalb gibt es für Nonnenmacher nur eines: "Es muss für uns ein Sieg rausspringen."